Wir leben in einer spannenden Zeit…

Sonntag, 8.11.2009

Wir leben und arbeiten in spannender Zeit:

 in einer Zeit politischer, wirtschaftlicher und geistiger Umbrüche,

in einer Zeit neuer Gemeinsamkeiten und in einer Zeit globaler Gefahren und Herausforderungen.

Nicht eine der großen Fragen unserer Zeit findet ihre Antwort in einer isolierten, regionalen oder nationalen Betrachtung.

Die Interdependenz und gegenseitige Abhängigkeit…

zwingen zu internationaler

und interdisziplininärer Anstrengung.

 

Stille

Werde still

und finde heim

zu dir selbst.

Verzehre deine Kräfte nicht

im Lärm der Welt.

Es ist gut,

wenn du deine Arbeit tust,

deine Aufgaben erfüllst -

und es ist wichtig,

dass du das gerne tust.

Aber gehe nicht auf in dem,

was draußen ist,

sondern nimm dich immer wieder zurück.

Sammle deine Gedanken,

versenke dich in deine eigene Tiefe

 und suche nach der Mitte

deines Wesens

 und deines Lebens.

Von dieser Mitte her

wirst du den Maßstab finden

für das, was wirklich wichtig ist

für die Erfüllung, für die Ganzheit deines Lebens.

Christa Spilling Nöker


Sonntag, 25.10.2009

Mensch und Menschheit

Mensch und Menschheit im Schrifttum Baha’u'lIahs

Was ist der Mensch?

1. „Homo homini lupus“? 13

2. Die Doppelnatur des Menschen 16

3. Der Mensch als Gegenstand der Wissenschaft .18

4. Zur philosophischen Anthropologie 22

5. Die Antwort der Religionen 24

6. Ziel der Schöpfung 25

7. Auf Transzendenz angelegt – zur

Vollkommenheit berufen 28

8. Zur Freiheit berufen 30

9. Der Kampf gegen das „Selbst“ 34

10. Von der Würde des Menschen 36

11. Askese? 38

12. Wider den Hedonismus .40

13. Zur Ambivalenz des Menschen .42

14. La bete humaine .45

15. Die Ambivalenz der Religion .47

16. Ein neues Menschengeschlecht .49

 

Das Bild von der Menschheitsfamilie im Bahä’itum

1. Globalisierung als Herausforderung 57

2. Die Fragmentierung der Gesellschaft 60

3. Integration oder Kampf der Kulturen? 62

4. Ein neues Denken 64

5. Die multikulturelle Gesellschaft und was sie zusammenhält 66

6. Die Idee der einen Menschheit 67

7. Ein neues Ethos 72

8. Auf dem Weg zum Weltstaat 74

9. Die Aufgabe der Erziehung 75

Bibliographie 77

Namensindex 84

Sachindex 86

 

1. „Homo homini lupus“?

Dass der Homo sapiens der Schöpfung Krone sei, fällt vielen immer schwerer zu glauben angesichts der Destruktivität und Bestialität, zu der er fähig ist. Aus niederen Lebensformen hat er sich im Laufe der Evolution zu einem Ku1turwesen entwickelt, doch wehe, wenn die dunklen Triebe seiner Tierheit entfesselt werden und wieder die Oberhand gewinnen.

Ein „dünnes Apfelhäutchen über einem brodelnden Chaos“ hat Friedrich Nietzsche die Kultur genannt, und wie oft, hat dieses Apfelhäutchen den atavistischen Mächten, dem „brodelnden Chaos“ nicht standgehalten, wie oft ist die Barbarei über uns hereingebrochen.

Die Geschichte der Menschheit gleicht einem Schlachthaus, und das vergangene Jahrhundert war bei allem Fortschritts Optimismus und allen Errungenschaften von Wissenschaft und Technik in seiner blutigen Bilanz schlimmer als alle vorangegangenen: Zwei entsetzliche Weltkriege, die Katastrophen von Hiroshima und Nagasaki, der Vietnamkrieg und einander folgende Bürgerkriege ohne Zahl. Im Lande der Dichter und Denker, von einem Volk, das zu den kultiviertesten gehörte, wurde der Holocaust verübt. Nach Auschwitz, nach dem vom Pol Pot-Regime verübten Genozid in Kambodscha, dem ein Viertel der Bevölkerung zum Opfer fiel, nach den Massakern in Ruanda mit 900 000 Toten binnen weniger Wochen, nach unvorstellbaren Gräueln auf dem Balkan und anderswo und nun angesichts des wahnwitzigen Anschlags vom 11. September 2001 und wahrhaft apokalyptischer Perspektiven der Vernichtung fragt man sich: Was für ein Wesen ist der Mensch, dass  er zu all dem fähig ist?

Wer an der Bestialität des Menschen verzweifelt, flüchtet leicht in den Zynismus. Das Wort von der „verfehlten Schöpfung“ ist gefallen, eine „biologische Missgeburt“ 2, einen „Irrläufer der Evolution“3 nannte Arthur Köstler den Menschen. Einen „Fehlschlag der Natur“4, ein „Attentat [der Natur] auf sich selbst“5, hat man in ihm gesehen, das „Untier“ schlechthin – so der Titel eines zynischen Buches6 -, kurzum ein Wesen, das, aller Utopien und paradiesischen Visionen überdrüssig, die Erde, den Garten Eden, in ein Ruinenfeld, in einen Mond verwandeln wiId7. Das „Untier“ wiId, so steht zu befürchten, wegen seiner „konstitutiven Mängel“8 seiner eigenen Gattung und allem Lebenden in einem finalen Paroxysmus den Untergang bereiten. Diese erschreckende negative Utopie macht schaudern, doch ist sie im Grunde schon bei Schopenhauer angelegt, der meinte, „dass wir besser nicht da wären“9:

Der Mensch ist im Grunde ein wildes, entsetzliches Tier, wir kennen es bloß im Zustande der Bändigung und Zähmung, welcher Zivilisation heißt Daher erschrecken uns die gelegentlichen Ausbrüche seiner Natur. Aber wo und wann einmal Schloss und Kette der gesetzlichen Ordnung abfallen und Anarchie eintritt, da zeigt sich, was er ist. Wer inzwischen auch ohne solche Gelegenheit sich darüber aufklären möchte, der kann die Überzeugung, dass der Mensch an Grausamkeit und Unerbittlichkeit keinem Tiger und keiner Hyäne nachsteht, aus hundert alten und neuen Berichten schöpfen … 10

 

1 E. M. Cioran, Die verfehlte Schöpfung, Frankfurt/M. 1979

2 Der Mensch, Irrläufer der Evolution, S. 14

3 op. cit., S. 121

4 Theo Löbsack, Versuch und Irrtum. Der Mensch: Fehlschlag der Natur, München 1974

5 E. M. Cioran, Geschichte und Utopie, S. 65

6 U1richHorstmann, Das Untier. Konturen einer Philosophie der Menschen Ducht, Frankfurt 1985

7 Horstmann spricht vom „Vermonden unseres Planeten“ (Das Untier, S. 113).

8 op. cit. S. 10

9 Die Welt als Wille und Vorstellung n,2 (Kapite148),S. 709

10 Parerga und Paralipomena 11, 1. Teilband (140/4), S. 230 (Kap. 8) II das böse Tier schlechthin

 

Ähnliche Urteile finden sich in der philosophischen Literatur zuhauf: „l’animal mechant par excellence“ll hat Gobineaul2 den Menschen genannt, einen „Wolf, nannte ihn Thomas Hobbesl3.

Doch ist es die ganze Wirklichkeit des Menschen, die hier im Visier ist, ist dieses Urteil nicht einseitig? Ist ihm nicht auch ein Adel eigen, den keine andere Kreatur besitzt?

Dass  es gefährlich ist, den Menschen allzu sehr auf seine Verwandtschaft mit den Tieren hinzuweisen, ohne ihn „gleichzeitig mit seiner Größe bekannt zu machen, ist eine Warnung, die Blaise Pascal im 17. Jahrhundert, lang vor Darwins Auftreten, ausgesprochen hat. 14

Seit der Mensch in die Geschichte trat, hat sein Genius Werke geschaffen, die alle Zeiten überdauern werden. In allen Kulturen gab es Dichter, Denker, Geistesfürsten Wegbereiter der Humanität, die die Menschen in höhere Gefilde geführt haben. Und niemand weiß die Zahl der Werke tätiger Nächstenliebe, aufopfernder Hingabe, selbstlosen Dienstes am Nächsten, an der Menschheit, die Menschen zu allen Zeiten und in allen Kulturen geleistet haben.

Auch das ist der Mensch: Er kann zu einem engelhaften Wesen werden. Im Blick auf dieses Potential sagt Sophokles: Vieles ist gewaltig, doch das Gewaltigste von allem ist derMenschl5, und ähnliche Preisungen finden sich in der Weltliteratur die Fülle.

12 Essai sur l’inegalite des races humaines, 1853

13 „Homo homini lupus“, Elementa philosophiae, Paris 1642 ["Der Mensch ist

dem Menschen ein Wolt"]

14 „Il est dangereux de trop faire voir a I’homme combien il est egal aux betes,

sans lui montrer sa grandeur. I1 est encore dangereux de lui trop faire voir sa

grandeur sans sa bassesse. I1 est encore plus dangereux de lui laisser ignorer

l’un et I’autre. Mais il est tres avantageux de lui representer I’un et l’autre. I1

ne faut pas que l’homme croie qu’il est egal aux betes, ni aux anges, ni qu’il

ignore I’un et I’autre, mais qu’il sache l’un et l’autre“ (Pensees, Nr. 236).

15 Antigone, Vers 334-335, Chor


Bedrückende Nachrichten aus dem Iran

Dienstag, 29.09.2009

Eine Gruppe junger Erwachsener hatte im Jahr 2006 in Shiraz im Süden des Iran eine behördlich genehmigte Initiative zur Erziehung und Förderung unterpriviligierter Kinder durchgeführt. Im Mai des selben Jahres wurden sie jedoch verhaftet: 53 Bahá’i und einige muslimische Mitarbeiter. Letztere wurden sofort wieder freigelassen, während die Bahá’i angeklagt wurden, mit diesem Projekt den Bahá’i-Glauben gelehrt zu haben, obwohl die Muslime in der Gruppe nicht einmal davon wussten, dass die Mitarbeiter Bahá’i sind. Alle 53 Bahá’i wurden zu Haftstrafen verurteilt, wobei bei 50 von ihnen, die dreijährige Strafe ausgesetzt wurde, sofern sie eine Klasse der islamische Propaganda-Organisation zur Umerziehung besuchten. In dieser Klasse wird die Bahá’i-Religion verschmäht und die Jugendlichen werden staatlicherseits bedrängt, ihren Glauben abzulgen und zum Islam zu konvertieren, trotz anderslautender Behauptung der Behörde.

Die drei Inhaftierten, Frau Haleh Roohi, Frau Raha Sabet  und Herr Sasan Taqva wurden zwei Jahre lang in Zellen eingesperrt, die nur zur kurzfristigen Inhaftierung vorgesehen waren, wobei Herr Taqva diese Zeit in Einzelhaft verbringen musste. Die Zellen besitzen keine Fenster. Hofgang, telefonischer und persönlicher Kontakt zur Familie, medizinische Versorgung und sogar eine Grundeinrichtung der Zelle wie Tisch, Stuhl, Kissen und Matratze wurde ihnen verweigert. Gerade Herr Taqva bedurfte aber einer medizinischen Versorgung, da er nach einem Verkehrsunfall zur Jahreswende 2003/2004 starke Beinschmerzen hatte. Die notwendige Operation wurde merhmals verweigert oder verzögert, so dass er erst im Juli 2008 nach Jahren des Leidens operiert werden konnte.

Es ist erschütternd, dass diese Verstöße gegen die Menschenrechte zwar vom Büro des Beauftragten des Obersten Führers der Islamischen Republik Iran in der Provinz Fars untersucht wurden, dass diese Verstöße jedoch fortdauern, obwohl das Ergebnis der Untersuchung bestätigt, dass die verurteilten Bahá’i unschuldig sind und sogar einen großen Dienst an das iranische Volk leisteten.


Weltfrieden durch kollektive Sicherheit

Freitag, 11.09.2009

Aus einem Brief Shoghi Effendis vom 11. März 1936:

„Wie klar, wie prophetisch müssen im Lichte der jüngsten internationalen Entwicklungen die Worte klingen, die Bahá’u'lláh geäußert hat: »Seid einig, o Schar der Herrscher dieser Welt, denn dadurch wird der Sturm des Haders unter euch gestillt, und eure Völker finden Ruhe. Sollte einer von euch gegen einen anderen die Waffen ergreifen, so erhebt euch alle gegen ihn, denn dies ist nichts als offenbare Gerechtigkeit.« »Die Zeit muss kommen«, schreibt Er in Voraussicht der tastenden Bemühungen, die jetzt angestellt werden, »da die gebieterische Notwendigkeit für die Abhaltung einer ausgedehnten, allumfassenden Versammlung der Menschen weltweit erkannt wird. Die Herrscher und Könige der Erde müssen ihr unbedingt beiwohnen, an ihren Beratungen teilnehmen und solche Mittel und Wege erörtern, die den Grund zum Größten Weltfrieden unter den Menschen legen … Sollte ein König die Waffen gegen einen anderen ergreifen, so müssen sich alle vereint erheben und ihn daran hindern.«“

Aus einer Erläuterung ‘Abdu’l-Bahás zu diesem Thema

„Dieses erhabene und edle Unterfangen – der wahre Quell des Friedens und Wohlergehens für alle Welt – sollte allen, die auf Erden wohnen, heilig sein. Alle Kräfte der Menschheit müssen frei gemacht werden, um die Dauer und den Bestand dieses größten aller Bündnisse zu sichern. In diesem allumfassenden Vertrag sollten die Grenzen jedes einzelnen Landes deutlich festgelegt, die Grundsätze, die den Beziehungen der Regierungen untereinander zugrunde liegen, klar verzeichnet und alle internationalen Vereinbarungen und Verpflichtungen bekräftigt werden. In gleicher Weise sollte der Umfang der Rüstungen für jede Regierung genauestens umgrenzt werden, denn wenn die Zunahme der Kriegsvorbereitungen und Truppenstärken in irgendeinem Land gestattet würde, so würde dadurch das Misstrauen anderer geweckt werden. Die Hauptgrundlage dieses feierlichen Vertrages sollte so festgelegt werden, dass bei späterer Verletzung einer Bestimmung durch eine Regierung sich alle Regierungen der Erde erheben, um jene wieder zu voller Unterwerfung unter den Vertrag zu bringen, nein, die gesamte Menschheit sollte sich entschließen, mit allen ihr zu Gebote stehenden Mitteln jene Regierung zu stürzen.“


Handeln erzeugt unsere Wirklichkeit

Samstag, 8.08.2009

Die fünfte Disziplin von  Peter Senge      Auszug für den Gesprächsabend

Handeln erzeugt unsere Wirklichkeit

Die Disziplinen ( Lerndisziplinen)    Jede umfasst 3 unterschiedliche Ebenen

  • Die Techniken: Was man tut
  • Die Prinzipien: Leitgedanken und Einsicht
  • Die Essenzen: die Seinsweise jener, die einen hohen Grad an Meisterschaft in den Disziplinen erreicht haben.

1.Disziplin Systemdenken

Bis zu einem gewissen Grad folgt jedes analytische Denken einem Ausschlussprinzip:

Wenn es dies ist, kann es jenes nicht sein; dies ist relevant, das andere ist irrelevant.

 2.Disziplin der Personal Mastery

 Personal Mastery – die Disziplin der Selbstführung und Persönlichkeitsentwicklung.

Der Begriff Mastery, „Beherrschung“, kann bedeuten, dass jemand über Menschen oder Dinge herrscht.

Er kann sich aber auch auf einen bestimmten Grad an Professionalität oder Meisterschaft beziehen.

Wer es zu einem hohen Grad an Personal Mastery bringt, verfügt über die Fähigkeit, seine wahren Ziele konsequent zu verwirklichen, er geht letztlich an das Leben heran wie ein Künstler an sein Kunstwerk. Das gelingt ihm, weil er offen auf Neues reagiert und nie aufhört zu lernen.

Personal Mastery lässt uns immer wieder aufs neue erforschen, wie unsere Handlungen unsere Welt beeinflussen.

Ohne Personal Mastery sind Menschen in einem reaktiven Denkmuster gefangen.

(Jemand / etwas anderes ist Schuld an einem Problem.)

Die Menschen müssen kontinuierlich lernen, wie sie ihre Fähigkeiten ausweiten, und ihr Potential entfalten können, um die Ergebnisse zu erzielen, die ihnen wirklich wichtig sind.

Es gibt kaum ein Unternehmen, das die persönlichen Visionen ihrer Mitarbeiter fördert.

„Wenn jeder seiner eigenen Vision folgen würde, hätten wir ein einziges Chaos.“

Die einzige Methode, mit der man die Mitarbeiter zur Arbeit anhalten kann, besteht darin, dass man sie gegen ihren Willen dazu anhält.

Wenn die Mitarbeiter, bei der Arbeit ausschließlich ihrem eigenen freien Willen folgen würden, dann würden sie nicht das tun, was nötig ist, oder man müsste sie irgendwie dazu verleiten, etwas, das sie nicht wirklich wollen, für ihre wahren Ziele zu halten.  (Das basiert auf Zwangsarbeit oder Massentäuschung)  So wird heute operiert.

  • Extrinsische Motivation =Menschen dazu bringen, ihre Arbeit zu erledigen, wenn man Management Ziele setzt, Belohnungssysteme entwickelt und die Mitarbeiter belohnt, wenn sie die Ziele des Management anstreben.
  • Intrinsische Motivation =  erschließt ein ungeheures Potential, eine Quelle der Energie, Begeisterung, Beharrlichkeit, Zuverlässigkeit, Aufregung – lauter Dinge, von denen man behaupten kann, dass sie ungeheuer wertvoll sind.
  • Das Management von heute muss ein Gleichgewicht zwischen diesen Modellen herstellen, dadurch können wir das Engagement, die Produktivität und Innovationsfähigkeit  steigern, ebenso die Beharrlichkeit und die Freude an der Arbeit.

Personal Mastery: Bedeutet, dass man seine persönlichen Visionen kontinuierlich klärt und vertieft, dass man seine Energie bündelt, Geduld entwickelt und die Realität objektiv betrachtet.

Das Engagement einer Organisation zu lernen kann immer nur so groß sein wie das ihrer Mitglieder.

Überraschenderweise fördern jedoch nur wenige Organisationen das Wachstum ihrer Mitglieder in dieser Hinsicht.

Viele sitzen ihre Zeit ab, und konzentrieren ihre Energie aufs Wochenende.

 Frage: Was erwarten sie von ihrem Leben? :  Antwort bei der Personal Mastery Disziplin, das wir uns über diejenigen Dinge klar werden, die uns wirklich wichtig sind, damit wir unser Leben in den Dienst unseren höchsten Ziele stellen können.

Dialog

  • Durch den Dialog müssen wir eine Methode finden, durch die Menschen lernen, gemeinsam zu denken.
  • Früher traf eine Person an der Spitze die Entscheidung und alle folgten im Grunde diesen Anweisungen. Das funktioniert heute nicht mehr, weil die Welt viel dynamischer und komplexer geworden ist.
  • Gemeinsames Denken bedeutet, wichtige Fragen zu erforschen und kollektiv zu neuen und tieferen Einsichten in komplexe Realitäten vorzustoßen.

Traditionelles westliches Modell:

  1. Gruppe kommt zusammen und entscheidet über ihre Ziele
  2. Finden Zugang zur Realität und legen fest, was Realität ist.
  3. Fassen einen Plan und wenden diesen Plan an.
  4. Handlungen werden mit Einzelpersonen koordiniert, wobei auch Belohnungssysteme auch eine Rolle spielen.
  5. Kontrollmechanismen

 Modell funktioniert wenn:

  • Eine kleine Gruppe von Menschen über genügend Wissen verfügt, um einen Plan mit klugen Zielen zu entwerfen.
  • Die Welt stabil ist, dass eine veränderte Realität den Plan noch nicht obsolet gemacht hat, wenn er schließlich alle Bereiche einer großen Organisation erreicht hat.
  • Wenn es uns herzlich gleichgültig ist, ob Menschen sich engagiert sind oder nicht, wenn wir einfach an ihrer körperlichen, nicht an ihrer geistigen Kraft interessiert sind.
  • Wenn wir nicht anderes wollen, als dass sie die anstehende Arbeit erledigen.
  • Wenn die Menschen funktionieren.

(Lange Zeit wurden die Menschen in Hand- und Kopfarbeiter unterteilt. Nach dem Motto:

 „Ihr sollt arbeiten, nicht denken.“

 Modell bricht zusammen sobald:

  • Eine kleine Gruppe von Menschen nicht mehr in der Lage ist, alles auszuknobeln.
  • Die Welt zu dynamisch ist. Sogar wenn es der Gruppe gelingt, alles auszuknobeln, muss der Plan neu durchdacht werden, wenn er nach ein oder zwei Jahren in der gesamten Organisation verbreitet ist, weil sich die Welten bis dahin völlig verändert hat.
  • Die Mitarbeiter damit zufrieden sind, ihren Acht – Stunden Tag abzureißen, ihren Gehaltsscheck zu bekommen und wieder nach Hause zu gehen. Wenn es ihnen völlig egal ist, ob sie engagiert sind oder nicht.

 Kontrolle im weitesten Sinn des Wortes ist nach wie vor erforderlich.

  • Wir benötigen neue Steuerungsmechanismen.
  • Die Entscheidungsgewalt von Morgen wird wesentlich breiter verteilt sein, aber auf welche Weise bringen wir Koordination und Kontrolle in unsere Belegschaft?

(Menschen werden lernen müssen gemeinsam zu denken)

 Zukunft

  • Menschen kommen zusammen, um miteinander zu reden, zu denken, schwierige Fragen aufzuwerfen und sehr komplexe Probleme zu besprechen.
  • Nicht um Entscheidungen zu treffen, sondern um gemeinsam nachzudenken.
  • Dann gehen sie los und tun, was getan werden muss.

 Die Fähigkeit zum koordinierten Handeln ist direkt abhängig von:

  1. 1.       Wie gut sie sich gegenseitig verstehen
  2. 2.       Unterschiedliche Ansichten würdigen
  3. 3.       Einander vertrauen
  4. 4.       Jederzeit weitere Fragen stellen kann
  5. 5.       Zu einem Thema zurückkehren kann
  6. 6.       Erneut miteinander Reden  ( Telefonanruf….)

 Zentrale Kontrolle wird nicht verschwinden, aber die Lücke wird der Dialog füllen, die sich aus der Notwendigkeit verstärkter lokaler Kontrollprozesse ergeben wird.

3.Disziplin Aufbau einer gemeinsamen Vision

4.Disziplin Team Lernen

Team – Lernen trägt dazu bei, dass Menschen in Gruppen ein Gespür für das  „größere Bild“ entwickeln, das sich hinter den Einzelperspektiven verbirgt.

5.Disziplin Mentale Modelle

Das Engagement für die Wahrheit ist gleichbedeutend mit der Verpflichtung zur Aufhebung von Gewissheiten, und das ist kaum möglich, wenn man überzeugt ist, die Realität zu sehen. Dann sagt man sich: „Wie kannst du anderer Ansicht sein? Das liegt doch klar vor deinen Augen. Schau hin! Das ist die Realität.“

 Mentale Modelle beschreiben nicht die Realität, sondern entwickeln Modelle.

 Die Bewusstmachung von mentalen Modellen ist notwendig, um zu erkennen:

Gewisse Bescheidenheit,  gewisses Mitgefühl.

 Innere Haltung fühlt zum Gleichgewicht  zwischen :

dem Rationalen und dem Intuitiven,   =  dem  Wissenschaftlichen und dem Mystischen.

 

Mystische = Erfahrung des Geheimnisvollen, Erfahrungen, die man nicht in irgendeinem Begriff pressen oder auf eine abstrakte Erklärung reduzieren kann.

Einstein sagte einmal: „Auf der ganzen Welt gibt es nicht Schöneres, als die Erfahrung des Geheimnisvollen. Damit ein Mensch diese Liebe für das wahrhaft Geheimnisvolle, das Unerklärliche, das Unreduzierbare pflegen und gleichzeitig gute Theorien bilden kann, ist ein außergewöhnliches Maß an innerem Gleichgewicht erforderlich“.


Andacht zum Märtyrertod des Bab

Donnerstag, 2.07.2009

Wir laden ein zu einer Andachtsversammlung am nächsten Donnerstag, den 9.7.2009. Beginn ist um 12:00 Uhr. Nach einem kleinen gemeinsamen Mittagessen, beginnt ab 12:30 Uhr die Andacht. Um 13:00 Uhr wird dann das Besuchsgebet gelesen, ein spezielles Gebet zum Gedenken an die Hinrichtung des Bab
in Tabriz am 9. Juli 1850.

Zum genau Ort bitte unter der Nummer 03834/838037 anrufen.


Abend zum Thema „Menschenbild“

Sonntag, 28.06.2009

 

Wir laden Sie aufs herzlichste ein

am

Freitagabend 03.juli  2009  20.00 Uhr

 zum Thema:

„Menschenbild

  „Menschenrechte“  und   „Die Bewahrung unserer Erde“

 werden Folgethemen sein.

Gerhard und Gisela Bähr  Hans—Fallada—Straße 17  17489 Greifswald

Tel.: 03834 / 8 9 4 2 3 4     baehr.gerhard@t-online.de

  Die Goldene Regel

 Hinduismus

Die Goldene Regel ist, in Angelegenheiten anderer das zu tun, was du für dich tust.

 Judentum

Was du nicht wünschest, dass dir dein nächster tue, das tue du ihm nicht.

 Zoroastrische Religion

Wie du tust, wird dir getan werden.

 Buddhismus

Man sollte für andere das Glück suchen, das man sich selber wünscht.

 Christentum

Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch.

 Islam

Lasset keinen von euch einen Bruder so behandeln, wie er selbst nicht behandelt werden möchte.

 Bahá’í

Wenn du auf Gerechtigkeit siehst, dann wähle für deinen Nächsten, was du für dich selber wählst