Handeln erzeugt unsere Wirklichkeit

Die fünfte Disziplin von  Peter Senge      Auszug für den Gesprächsabend

Handeln erzeugt unsere Wirklichkeit

Die Disziplinen ( Lerndisziplinen)    Jede umfasst 3 unterschiedliche Ebenen

  • Die Techniken: Was man tut
  • Die Prinzipien: Leitgedanken und Einsicht
  • Die Essenzen: die Seinsweise jener, die einen hohen Grad an Meisterschaft in den Disziplinen erreicht haben.

1.Disziplin Systemdenken

Bis zu einem gewissen Grad folgt jedes analytische Denken einem Ausschlussprinzip:

Wenn es dies ist, kann es jenes nicht sein; dies ist relevant, das andere ist irrelevant.

 2.Disziplin der Personal Mastery

 Personal Mastery – die Disziplin der Selbstführung und Persönlichkeitsentwicklung.

Der Begriff Mastery, „Beherrschung“, kann bedeuten, dass jemand über Menschen oder Dinge herrscht.

Er kann sich aber auch auf einen bestimmten Grad an Professionalität oder Meisterschaft beziehen.

Wer es zu einem hohen Grad an Personal Mastery bringt, verfügt über die Fähigkeit, seine wahren Ziele konsequent zu verwirklichen, er geht letztlich an das Leben heran wie ein Künstler an sein Kunstwerk. Das gelingt ihm, weil er offen auf Neues reagiert und nie aufhört zu lernen.

Personal Mastery lässt uns immer wieder aufs neue erforschen, wie unsere Handlungen unsere Welt beeinflussen.

Ohne Personal Mastery sind Menschen in einem reaktiven Denkmuster gefangen.

(Jemand / etwas anderes ist Schuld an einem Problem.)

Die Menschen müssen kontinuierlich lernen, wie sie ihre Fähigkeiten ausweiten, und ihr Potential entfalten können, um die Ergebnisse zu erzielen, die ihnen wirklich wichtig sind.

Es gibt kaum ein Unternehmen, das die persönlichen Visionen ihrer Mitarbeiter fördert.

„Wenn jeder seiner eigenen Vision folgen würde, hätten wir ein einziges Chaos.“

Die einzige Methode, mit der man die Mitarbeiter zur Arbeit anhalten kann, besteht darin, dass man sie gegen ihren Willen dazu anhält.

Wenn die Mitarbeiter, bei der Arbeit ausschließlich ihrem eigenen freien Willen folgen würden, dann würden sie nicht das tun, was nötig ist, oder man müsste sie irgendwie dazu verleiten, etwas, das sie nicht wirklich wollen, für ihre wahren Ziele zu halten.  (Das basiert auf Zwangsarbeit oder Massentäuschung)  So wird heute operiert.

  • Extrinsische Motivation =Menschen dazu bringen, ihre Arbeit zu erledigen, wenn man Management Ziele setzt, Belohnungssysteme entwickelt und die Mitarbeiter belohnt, wenn sie die Ziele des Management anstreben.
  • Intrinsische Motivation =  erschließt ein ungeheures Potential, eine Quelle der Energie, Begeisterung, Beharrlichkeit, Zuverlässigkeit, Aufregung – lauter Dinge, von denen man behaupten kann, dass sie ungeheuer wertvoll sind.
  • Das Management von heute muss ein Gleichgewicht zwischen diesen Modellen herstellen, dadurch können wir das Engagement, die Produktivität und Innovationsfähigkeit  steigern, ebenso die Beharrlichkeit und die Freude an der Arbeit.

Personal Mastery: Bedeutet, dass man seine persönlichen Visionen kontinuierlich klärt und vertieft, dass man seine Energie bündelt, Geduld entwickelt und die Realität objektiv betrachtet.

Das Engagement einer Organisation zu lernen kann immer nur so groß sein wie das ihrer Mitglieder.

Überraschenderweise fördern jedoch nur wenige Organisationen das Wachstum ihrer Mitglieder in dieser Hinsicht.

Viele sitzen ihre Zeit ab, und konzentrieren ihre Energie aufs Wochenende.

 Frage: Was erwarten sie von ihrem Leben? :  Antwort bei der Personal Mastery Disziplin, das wir uns über diejenigen Dinge klar werden, die uns wirklich wichtig sind, damit wir unser Leben in den Dienst unseren höchsten Ziele stellen können.

Dialog

  • Durch den Dialog müssen wir eine Methode finden, durch die Menschen lernen, gemeinsam zu denken.
  • Früher traf eine Person an der Spitze die Entscheidung und alle folgten im Grunde diesen Anweisungen. Das funktioniert heute nicht mehr, weil die Welt viel dynamischer und komplexer geworden ist.
  • Gemeinsames Denken bedeutet, wichtige Fragen zu erforschen und kollektiv zu neuen und tieferen Einsichten in komplexe Realitäten vorzustoßen.

Traditionelles westliches Modell:

  1. Gruppe kommt zusammen und entscheidet über ihre Ziele
  2. Finden Zugang zur Realität und legen fest, was Realität ist.
  3. Fassen einen Plan und wenden diesen Plan an.
  4. Handlungen werden mit Einzelpersonen koordiniert, wobei auch Belohnungssysteme auch eine Rolle spielen.
  5. Kontrollmechanismen

 Modell funktioniert wenn:

  • Eine kleine Gruppe von Menschen über genügend Wissen verfügt, um einen Plan mit klugen Zielen zu entwerfen.
  • Die Welt stabil ist, dass eine veränderte Realität den Plan noch nicht obsolet gemacht hat, wenn er schließlich alle Bereiche einer großen Organisation erreicht hat.
  • Wenn es uns herzlich gleichgültig ist, ob Menschen sich engagiert sind oder nicht, wenn wir einfach an ihrer körperlichen, nicht an ihrer geistigen Kraft interessiert sind.
  • Wenn wir nicht anderes wollen, als dass sie die anstehende Arbeit erledigen.
  • Wenn die Menschen funktionieren.

(Lange Zeit wurden die Menschen in Hand- und Kopfarbeiter unterteilt. Nach dem Motto:

 „Ihr sollt arbeiten, nicht denken.“

 Modell bricht zusammen sobald:

  • Eine kleine Gruppe von Menschen nicht mehr in der Lage ist, alles auszuknobeln.
  • Die Welt zu dynamisch ist. Sogar wenn es der Gruppe gelingt, alles auszuknobeln, muss der Plan neu durchdacht werden, wenn er nach ein oder zwei Jahren in der gesamten Organisation verbreitet ist, weil sich die Welten bis dahin völlig verändert hat.
  • Die Mitarbeiter damit zufrieden sind, ihren Acht – Stunden Tag abzureißen, ihren Gehaltsscheck zu bekommen und wieder nach Hause zu gehen. Wenn es ihnen völlig egal ist, ob sie engagiert sind oder nicht.

 Kontrolle im weitesten Sinn des Wortes ist nach wie vor erforderlich.

  • Wir benötigen neue Steuerungsmechanismen.
  • Die Entscheidungsgewalt von Morgen wird wesentlich breiter verteilt sein, aber auf welche Weise bringen wir Koordination und Kontrolle in unsere Belegschaft?

(Menschen werden lernen müssen gemeinsam zu denken)

 Zukunft

  • Menschen kommen zusammen, um miteinander zu reden, zu denken, schwierige Fragen aufzuwerfen und sehr komplexe Probleme zu besprechen.
  • Nicht um Entscheidungen zu treffen, sondern um gemeinsam nachzudenken.
  • Dann gehen sie los und tun, was getan werden muss.

 Die Fähigkeit zum koordinierten Handeln ist direkt abhängig von:

  1. 1.       Wie gut sie sich gegenseitig verstehen
  2. 2.       Unterschiedliche Ansichten würdigen
  3. 3.       Einander vertrauen
  4. 4.       Jederzeit weitere Fragen stellen kann
  5. 5.       Zu einem Thema zurückkehren kann
  6. 6.       Erneut miteinander Reden  ( Telefonanruf….)

 Zentrale Kontrolle wird nicht verschwinden, aber die Lücke wird der Dialog füllen, die sich aus der Notwendigkeit verstärkter lokaler Kontrollprozesse ergeben wird.

3.Disziplin Aufbau einer gemeinsamen Vision

4.Disziplin Team Lernen

Team – Lernen trägt dazu bei, dass Menschen in Gruppen ein Gespür für das  „größere Bild“ entwickeln, das sich hinter den Einzelperspektiven verbirgt.

5.Disziplin Mentale Modelle

Das Engagement für die Wahrheit ist gleichbedeutend mit der Verpflichtung zur Aufhebung von Gewissheiten, und das ist kaum möglich, wenn man überzeugt ist, die Realität zu sehen. Dann sagt man sich: „Wie kannst du anderer Ansicht sein? Das liegt doch klar vor deinen Augen. Schau hin! Das ist die Realität.“

 Mentale Modelle beschreiben nicht die Realität, sondern entwickeln Modelle.

 Die Bewusstmachung von mentalen Modellen ist notwendig, um zu erkennen:

Gewisse Bescheidenheit,  gewisses Mitgefühl.

 Innere Haltung fühlt zum Gleichgewicht  zwischen :

dem Rationalen und dem Intuitiven,   =  dem  Wissenschaftlichen und dem Mystischen.

 

Mystische = Erfahrung des Geheimnisvollen, Erfahrungen, die man nicht in irgendeinem Begriff pressen oder auf eine abstrakte Erklärung reduzieren kann.

Einstein sagte einmal: „Auf der ganzen Welt gibt es nicht Schöneres, als die Erfahrung des Geheimnisvollen. Damit ein Mensch diese Liebe für das wahrhaft Geheimnisvolle, das Unerklärliche, das Unreduzierbare pflegen und gleichzeitig gute Theorien bilden kann, ist ein außergewöhnliches Maß an innerem Gleichgewicht erforderlich“.

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