Dienstag, 7.10.2008
Am gestrigen Montag haben wir uns mit dem vierten Prinzip aus Abdu’l-Bahás Ansprachen in Paris beschäftigt: Die Anerkennung der Beziehung zwischen Religion und Wissenschaft. Dieses Prinzip ist sehr umfassend, denn Abdu’l-Bahá hat erklärt, dass die Gebote der einen wahren Religion Gottes in der Vernunft begründet liegen, und alles was von der Vernunft abgelehnt werde, auch von der Religion nicht anerkannt werden dürfe. Religion ohne Wissenschaft führe zu Aberglaube und Wissenschaft ohne Religion zu Materialismus. Beide dürfen und können sich nicht ausschließen, denn die Menschheit gleiche einem Vogel, mit zwei Flügeln, der eine sei Religion, der andere Wissenschaft. Nur wenn der Vogel beide Flügel benutze, kann er fliegen, andernfalls falle er unweigerlich zu Boden.
Was man heutzutage jedoch beobachtet sieht anders aus: Wissenschaftler leugnen Transzendenz und Geistigkeit und reduzieren die Welt auf das sinnlich Wahrnehmbare, auf das Materielle, ohne die Bedürfnisse der Seele zu erkennen. Gläubige verdammen moderne wissenschaftliche Lehren, halten an Dogmen fest, die mit den Naturgesetzen nicht in Einklang gebracht werden können und befolgen leere Zeremonien, die zu keinem geistigen Fortschritt führen werden. Wissenschaftler sollen Glaube als wesentliches Element ihrer Tätigkeit anerkennen und Gläubige müssen alle Glaubensinhalte auf der Waage der Vernunft und der Wissenschaft sorgfältig prüfen und alles verwerfen was überkommen und nicht logisch ist.
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Verfasst von Soheil
Montag, 8.09.2008
Am Montag, dem 1.9.2008 trafen wir uns um über das fünfte Prinzip „Die Aufhebung der Vorurteile“ von Abdu’l–Baha zu beraten. Eingestiegen sind wir in die Beratungsrunde mit den Versen Gottes zum 1. September. Im Anschluss daran bekam jeder Zeit sich zum Tagesthema Gedanken zu machen. Dafür wurden leere Karten verteilt, wobei auf der einen Seite die Frage in den Raum gestellt: Was verbindest du mit dem Thema? und auf der anderen: Welche Vorurteile hast du selber? Nach der Zeit des in sich Gehens wurde eine Beratungsrunde zur ersten Frage eröffnet. Dabei mussten wir feststellen, dass eine gemeinsame Definition für das Wort „Vorurteile“ die Grundlage für ein gemeinsames Verständnis bildete. Fragen traten auf, wie: Was sind Urteile, Ahnungen und Vermutungen? Nachdem wir uns diesem angenähert hatten, zeigte sich immer wieder im Verlaufe der Beratung, dass kaum eine Mensch vorurteilsfrei ist. Letztendlich wurde uns bewusst, dass das Wissen über seine eigenen Vorurteile gegenüber dem Unbekannten sowie bestimmten Menschen, Religionen, Politik uns einen Schritt näher bringt vorurteilsfreier miteinander umzugehen. (C.R.)
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Verfasst von gerhard73
Dienstag, 5.08.2008
von Soheil
Der zweite Abend unserer Vertiefungsreihe über die Prinzipien der Bahá’i-Religion, wie sie von Abdu’l-Bahá in den Ansprachen aus Paris erläutert wurden, befasste sich mit dem Thema Einheit der Menschheit. Die Einheit der Menschheit resultiert aus der Tatsache, dass der Schöpfer eins ist und somit seine Schöpfung auch eins ist. Alle Menschen empfangen täglich Gottes Gnadengaben, so wie in einem Garten alle Pflanzen von der selben Sonne bestrahlt werden, von den selben Wolken Regen empfangen und auf der selben Erde wachsen.
Alle Unterscheidungen, die die Menschen benutzen, um sich von anderen Rassen, Kulturen, Nationen oder Lebensweisen abzugrenzen, sind nicht göttlichen Ursprungs sondern durch Menschen erdacht. Gott zieht keine Kultur einer anderen vor. In seinen Augen sind wir alle gleichwertig. Diese Einheit soll jedoch nicht mit Gleichmacherei verwechselt werden, denn so wie in einem Akkord verschiedene Töne zusammen erklingen und eine Harmonie bilden, sollen auch die Kulturen ihre Mannigfaltigkeit behalten und miteinander leben.
Schließlich ist die Einheit der Menschheit mit dem Kommen Bahá’u'lláhs in greifbare Nähe gerückt. In diesen wundersamen Jahrhunderten hat die Menschheit die Mittel der Kommunkation, der Reise und des Handels entwickelt, die zu einer Globalisierung in allen Bereichen des Lebens, etwa Politik, Religion, Wirtschaft, Bildung und der Menschenrechte, führen.
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Verfasst von Soheil
Sonntag, 3.08.2008
von Bernd
Gestern abend fand unser Gesprächskreis zum Thema „Suche nach Wahrheit“ statt. Zwei kleine Fotos vom Treffen in der Hans-Fallada-Straße 17:


Im folgenden das leicht bearbeitete Manuskript meines einleitenden 20-minütigen Vortrages.
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Verfasst von Bernd